Rund 50 Kinder und fast genauso viele Eltern waren mit dabei. Ziel des Tages: Kindern ab vier Jahren in verschiedenen Workshops zu vermitteln, sich selbst zu behaupten und den eigenen Gefühlen zu vertrauen.
„Ich habe gelernt, dass ich mich mit meinen Händen und den Füßen wehren darf, wenn jemand böse ist”, erzählt eine fünfjährige Besucherin nach dem Selbstverteidigungskurs, der von der Kampfsportschule FEARLESS Kids angeboten wurde. In unterschiedlichen Übungen sollten die Kinder hier die Erfahrung machen, selbstbewusst für sich einzustehen und „Stopp“ zu sagen. Es sei wichtig, dass Kinder eigene Grenzen klar erkennen und setzen können, erklärte Trainerin Ervina.
Highlight einer anderen Besucherin war das Basteln der „Hilfeblume”. Im Workshop wurde den Kindern anhand verschiedener Geschichten vermittelt, in welchen Situationen sie sich unbedingt an einen Erwachsenen wenden sollen – etwa, wenn sich eine Begegnung mit einem Fremden falsch anfühlt. Anschließend durften sie die Blütenblätter einer Papierblume mit den Namen ihrer Vertrauenspersonen ausfüllen.
Doch nicht nur die Kinder seien begeistert gewesen, auch Eltern konnten viel mitnehmen, betonte eine Mutter. Übungen aus dem Kinderyoga, die die Körperwahrnehmung stärken, wolle sie mit ihrer Tochter zukünftig auch zuhause nutzen.
Im parallel stattfindenden Vortrag „Einhalten von Grenzen und Kommunizieren von Bedürfnissen” von Katja Kuttler erhielten die Eltern weitere Impulse. Die systemische Beraterin erklärte anhand verschiedener Alltagssituationen, welche Bedeutung Struktur und Grenzen in der Erziehung haben und warum eindeutige Kommunikation wichtig ist.
Linda Maier, die den Kinderschutztag zusammen mit Corinna Leibold und den Kita-Kolleg*innen organisierte, zog ein positives Fazit: „Wir freuen uns, dass so viele Eltern mit ihren Kindern bei uns waren. Die Kinder waren auch beim dritten Workshop noch voll bei der Sache und wir hoffen, dass sie viel Stärke und Selbstbewusstsein mitgenommen haben.”
Herzlichen Dank an alle, die den Kinderschutztag ermöglicht haben. Gefördert wurde er vom Fonds „Jugend, Bildung, Zukunft” der Stadt Ludwigsburg und der Kinderstiftung Springinsfeld.



