„Angewiesenheit und Verletzlichkeit“ Für eine Ethik der Sorge in der Medizin

Vortrag von Prof. Dr. Giovanni Maio am 14.10.2026 im Kulturzentrum Ludwigsburg

Unsere derzeitige gesellschaftliche Situation zeigt uns deutlich unsere Verletzlichkeit und Angewiesenheit. Wir spüren gegenwärtig das Wegbrechen von lange geglaubten Sicherheiten.

Gerade in der derzeitigen Situation wird uns bewusst, wie sehr wir aufeinander angewiesen sind. In einer Kooperationsveranstaltung der Volkshochschule (vhs), der Arbeiterwohlfahrt (AWO), der katholischen Gesamtkirchengemeinde Ludwigsburg sowie der Caritas Ludwigsburg-Waiblingen-Enz schaffen wir ein Forum zur Frage des Zusammenhalts und der Sorge in unserer Gesellschaft.

Der international renommierte Medizinethiker Prof. Dr. Giovanni Maio aus Freiburg wird zu diesen Themen aus medizinischer Sicht Stellung beziehen.

 

Die Medizin ist eine Disziplin, die gerade dann aufgerufen wird, wenn das Leben sich in einer Krise befindet. Gerade im Kranksein erlebt der Mensch seine Angewiesenheit neu und wird sich seiner Grundverletzlichkeit bewusst. 
Doch was heißt es genau, verletzlich zu sein? Und was bedeutet die Verletzlichkeit für die Identität der Medizin?
Die These ist, dass die Medizin sich als Antwort auf die Verletzlichkeit als eine gelebte Praxis der Sorge verstehen muss. Doch was heißt Sorge genau, und warum ist sie gerade für die Medizin so relevant?

 

Vortrag von Prof. Dr. Giovanni Maio, Universität Freiburg
Mittwoch, 14.10.2026, 19 Uhr
Kulturzentrum Ludwigsburg, Großer Saal
Eintritt frei. Um eine Spende wird gebeten.

 

Prof. Dr. Giovanni Maio
Geboren 1964, Studium der Medizin und Philosophie in Freiburg, Straßburg und Hagen. Seit 2005 Professor für Bioethik, seit 2006 Direktor des Instituts für Ethik und Geschichte der Medizin an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Er berät die Bundesregierung, die Bundesärztekammer wie auch die deutsche Bischofskonferenz.

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