Drache Buckel und das Holzprojekt

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Im Kinder- und Familienzentrum Bullerbü

Im Rahmen der Sondermittel zum Ausgleich Corona bedingter Folgen aus dem Fond Jugend, Bildung, Zukunft der Stadt Ludwigsburg, fand im September und Oktober ein Vorschulprojekt zum bildnerischen Gestalten mit dem Werkstoff Holz im Kinder- und Familienzentrum Bullerbü statt. An insgesamt zehn Terminen arbeiteten die Kinder in Kleingruppen an dem Projekt, sodass jedes Kind die individuelle Förderung, die es benötigte erhielt.

Konzipiert und durchgeführt wurde das Projekt von Alexa Smolka, Kunstpädagogin, Doktorandin und Lehrbeauftragte der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg. Durch das Projekt sollten die Vorschulkinder zum bildnerischen Gestalten mit Naturmaterialien angeregt werden und so ihre Wahrnehmungs-, Vorstellungs- und Darstellungsfähigkeiten in grob- und feinmotorischer Arbeit zu fördern. Vor allem aufgrund der Isolationserfahrung der zurückliegenden Pandemiejahre wurde auf eine ganzkörperliche Gestaltarbeit Wert gelegt, in der die Kinder verschiedene Material- und Werkzeugerfahrungen sammeln und unterschiedliche Techniken der Holzbearbeitung ausprobieren durften.

Die Werke der Vorschulkinder wurde in eine Rahmengeschichte eingebettet, die von einem Drachen namens „Buckel“ handelt. Jede Einheit des Projekts startete mit dem Vorlesen eines selbstgeschriebenen Gedichts über die Abenteuer des Drachen. Dabei wurde Drache Buckel den Kindern als freundlicher und lieber, eher hilfsbedürftiger Drache vorgestellt, der sich vor seiner dunklen Höhle fürchtet. Im Zuge des Projekts findet das Phantasiewesen Freund*Innen und ist fortan nicht mehr einsam. Der Drache Buckel vermittelte den Kindern in der Geschichte auf spielerische Weise soziale Werte und Kompetenzen.

Während des Projektes gestalteten die Kinder verschiedene Werkstücke aus Holz. So stellten sie in den Einheiten ihren eigenen Drachen Buckel fertig der sich mit seinem eigens gestalteten Sonnenschwert aus seiner Höhle befreien konnte. Auch das Wolkenschutzschild, welches die Kinder zunächst von einer Schablone auf eine Sperrholzplatte übertrugen, bevor sie dieses aussägen konnten, sollte den Drachen Buckel in seiner Geschichte beschützen. Die Kinder lernten grundlegende Begriffe der Holzbearbeitung und die dafür benötigten Werkzeuge kennen. Sie feilten und schmirgelten ihre Holzstücke, klebten die Kanthölzer aneinander, schnitten die Flügel aus, hämmerten Nägel ins Holz und drehten Schrauben ein. Auch das Wolkenschutzschild, welches die Kinder zunächst von einer Schablone auf eine Sperrholzplatte übertrugen, bevor sie dieses aussägen konnten, sollte den Drachen Buckel in seiner Geschichte beschützen. In der Rahmengeschichte begegnete den Kindern ein verwunschenes Pferd, das sie nun selbst als Steckenpferd herstellen durften. Hierzu schliffen sie zunächst den Stab ab, befüllten für den Kopf des Pferdes eine Socke mit Schaumstoff, wickelten für die Mähne Wolle auf und beklebten den Kopf des Pferdes mit verschiedenen Stoffen, um ein individuelles Pferdemuster zu gestalten. Diese Aufgabe verlangte einige feinmotorischen Fähigkeiten ab, doch die Kinder bastelten mit voller Begeisterung. Gemeinsam wurde schließlich der Stab befestigt – und fertig war das Steckenpferd.

Die Geschichte um Drache Buckel fand ihr Happy End und die Kinder erhielten als Andenken eine Zeichnung auf einer Sperrholzplatte, die sie zu Hause bemalen dürfen.

Zum Abschluss des Projektes wurden alle Werkstücke der Kinder in einer Ausstellung für die Eltern präsentiert. Die Kinder hatten viel Freude an dem Holzprojekt!