Die Pandemie hat auch die Migrationsberatung verändert

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Umso schöner ist es, sich endlich das erste Mal persönlich zu treffen.

Eine farbenprächtige Überraschung erlebte Frau Martin, Migrationsberaterin der AWO Ludwigsburg, bei einem in Präsenz stattfindenden Beratungsgespräch mit einer marokkanischen Klientin im Juni 2022.

Vorausgegangen war eine lange Zeit seit Jahresende 2020, in welcher sich die geflüchtete Frau K. bedingt durch die Corona-Pandemie nur telefonisch oder über Messenger Dienste von Frau Martin beraten lassen konnte. Briefe, die sie nicht verstanden hat, sandte Frau K. der Migrationsberaterin zu und bekam sie am Telefon erklärt. Anträge, die für Behörden auszufüllen waren, schickte sie per Mail und die Beratende füllte sie am PC aus, während man die Inhalte telefonisch miteinander besprach. Manchmal wurde eine Telefonkonferenz durch die Hinzunahme einer Dolmetscherin daraus. So haben sich die arabischsprachige Ratsuchende und ihre Beraterin 1,5 Jahre lang nie persönlich getroffen. Umso größer war die Freude auf den ersten Termin im Büro der Migrationsberatung in der Geschäftsstelle der AWO Ludwigsburg, zu dem Frau K. die Beraterin mit einem bunten Blumenstrauß überraschte, um sich für die wertvolle Unterstützung für ihre Familie aus Syrien/Marokko zu bedanken.

Immer wieder erleben die Migrationsberaterinnen die große Dankbarkeit der Menschen, welche sie beraten. „Die Vielfalt an Hürden, welche den Ratsuchenden oftmals begegnen, sind groß.“, so Frau Martin. Umso wertvoller ist die Beratungsarbeit und umso wichtiger sind die Migrationsberatungsstellen zur Integration der Ratsuchenden. Die AWO Ludwigsburg bietet die Migrationsberatung für erwachsene Zuwanderer (MBE) seit 2016 an, im Jahr 2019 ergänzte der Jugendmigrationsdienst (JMD) das Beratungsangebot.