AWO war ihr zweiter Vorname

Elfriede Breitenbach hat Ludwigsburg geprägt, inspiriert und bereichert. Auf die Frage, wie denn die Oma heiße, soll einst eines der Enkelkinder Elfriede Breitenbachs angegeben haben: „Elfriede - und ich glaube Arbeiterwohlfahrt". Wenig verwunderlich, denn für Privatleben blieb der 1922 in einer Arbeiterfamilie geborenen Breitenbach bei all ihrem gesellschaftlichen Engagement nur wenig Zeit.

Die langjährige Geschäftsführerin des AWO-Kreisverbandes stellte sich bei einer Werbeaktion im Jahre 1979 auf die Waage. Als Gegengewicht diente Schokolade, die an die Kindergärten der Stadt verteilt wurde. Dabei sind einige Kilo des „braunen Goldes" zusammengekommen: Breitenbach hatte Steine in ihren Mantel gesteckt, um das Gewicht in die Höhe zu treiben.

Aber nicht nur Kinder lagen ihr am Herzen, sondern auch Senioren. Auf ihr Betreiben hin führte Ludwigsburg als erste Stadt im Großraum Stuttgart das Essen auf Rädern ein. Die Idee der Mobilen Sozialen Dienste kam ihr in den sechziger Jahren bei einem Besuch in Caerphilly, der walisischen Partnerstadt von Ludwigsburg.

Für ihr Engagement wurde Elfriede Breitenbach mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. An diese große Persönlichkeit erinnern in Ludwigsburg bis heute die Arbeit der AWO – und die Elfriede-Breitenbach-Straße.