Herzlich willkommen!

Kinder beim Großwerden begleiten, Eltern im Alltag entlasten, Älteren Geborgenheit geben, Menschen Perspektiven aufzeigen, unsere Gesellschaft ein wenig gerechter machen: Das will die AWO Ludwigsburg.

Gehen Sie wählen - für eine demokratische und gleichberechtigte Gesellschaft.

Am kommenden Sonntag wird der neue Bundestag gewählt.
Die vergangenen 12 Wochen vor der Bundestagswahl begleitete die AWO mit ihrem Wahlcountdown. Hier stellte sie 12 Forderungen an die Politik. Ausgerichtet an ihren unverrückbaren Grundwerten Solidarität, Toleranz, Freiheit, Gleichheit und Gerechtigkeit streitet die AWO seit ihrer Gründung vor fast 100 Jahren für soziale Gerechtigkeit und nimmt in dabei vor allem jene in den Blick, die zu den sozial benachteiligten Menschen in unserer Gesellschaft zählen. >>> Antworten der Parteien zu den AWO Wahlprüfsteinen

In dieser letzten Woche vor der Bundestagswahl dreht sich alles um die Sozialwirtschaft. „Obwohl die Sozialwirtschaft eine der größten Wirtschaftsbranchen im Lande ist, fristet sie ein Schattendasein“, kritisiert der AWO Bundesvorsitzende Wolfgang Stadler im Drei-Fragen-Interview der Woche.
Als die unmittelbar größten Herausforderungen für die Wohlfahrtsbranche bezeichnet er es, aus der Digitalisierung den bestmöglichen Nutzen zu ziehen und die Einführung von Branchentarifverträgen Soziales.
Für die AWO ist völlig klar, dass soziale Arbeit neu bewertet werden muss. „Soziale  Dienstleistungen, die Menschen helfen, stabilisieren, pflegen und unterstützen, dürfen nicht länger nur als Kostenfaktor angesehen werden. Sie sind ein enormes Potenzial für den Wirtschaftsstandort Deutschland“, zeigt sich der AWO Bundesvorsitzende überzeugt.

Die Sozialwirtschaft aufzuwerten, könnte durch die Einführung von Branchentarifverträgen Soziales gelingen.
Dazu erklärt Stadler: „In der Sozialbranche gibt es über tausend verschiedene Tarifverträge und arbeitsrechtliche Vereinbarungen. Diese Zersplitterung und dieses Wirrwarr schaden der Branche enorm und gefährden ihre an sich guten Zukunftsaussichten.“

Als eine weitere Herausforderung, die es positiv zu nutzen gilt, bezeichnet Stadler den zunehmenden Technikeinsatz in der Sozialwirtschaft. „Derzeit sind noch keine Roboter in Sicht, die eine gelernte Erzieherin oder einen gelernten Altenpfleger ersetzen könnten“, stellt Stadler klar und erklärt, dass ein zunehmender Technik-Einsatz die Fachkräfte sogar entlasten werde. Sei es durch Hebesysteme in der Pflege oder Assistenzroboter, die den Transport von Wäsche und Essen übernehmen können. Dagegen sieht Stadler es als eine bedenkenswerte Entwicklung an, dass immer mehr Plattformen soziale bzw. haushaltsnahe Dienstleistungen anbieten. Zum einen arbeiten die Meisten dort selbständig und ohne jede soziale Absicherung. Und zum anderen spielen dort weder Qualifikation, noch Führungszeugnis, noch die Arbeitsqualität eine Rolle. Deshalb fordert Wolfgang Stadler: „Diese Plattformen müssen den gleichen gesetzlichen Regelungen unterliegen, wie niedergelassene Anbieter sozialer Dienstleistungen.“

>>> Wo Wahl draufsteht muss Demokratie rauskommen

Einsatz zählt und zahlt sich aus!

Auch du kannst als Bundesfreiwilligendienstler*in bei uns in den verschiedensten Handlungsfeldern aktiv werden. Wir haben noch offene Stellen!
Ob in unseren AWO Kinderhäusern, der Schulbegleitung oder im AWO Pflegezentrum Hans-Klenk-Haus.
Unsere Bundesfreiwilligen sind dort, wo Menschen im Alltag tatkräftige Unterstützung und Begleitung benötigen. Amir Mirhosseini ist seit als Bundesfreiwilligendienstler (BfD) bei den mobilen sozialen Diensten der AWO Ludwigsburg. „Die Tätigkeit hier gefällt mir wirklich gut. Meine Kollegen sind sehr hilfsbereit und ich finde es interessant, täglich Menschen aller Altersgruppen und Nationen zu 
>>> zur Pressemeldung der LKZ 

Familienbildungsfreizeit im Donautal

Anfang September fand über die Migrationsabteilung eine Familienbildungsfreizeit mit Flüchtlingsfamilien in Beuron/Hausen im Donautal statt. Der Schwerpunkt der Freizeit lag auf erlebnispädagogischen Aktivitäten in der näheren Umgebung. Untergebracht waren wir in der wunderschönen Jugendherberge Burg Wildenstein, direkt am Albtrauf mit Blick über das Tal gelegen.

Im Rahmen dieser Freizeit wurden die Familie an die Materie "Klettern" herangeführt sowie verschiedene Vertrauensübungen durchgeführt. Einige Teilnehmer/-innen konnten hier schon ihre eigenen Grenzen erweitern und neues Vertrauen gewinnen.
Vor allem durch den Fluchthintergrund der Familien ist dies ein wichtiger Faktor für eine erfolgreiche Integration in ihr neues Leben in Deutschland.
Der Umgang mit dem Seil, Knoten üben, Sicherungstechnik und eine erste Abseilübung am Übungsgelände waren hierbei der Fokus.
Das Highlight für die Teilnehmer*innen war, nach einer 6 km Wanderung zum Kletterfelsen, das vorher erworbene Wissen am 15-25 m hohen Verlobungsfels ausprobieren. Alle hatten sichtlich Spaß und stellten sich ihren Ängsten und Befürchtungen. Durch die neu gewonnene Sicherheit und das Vertrauen in das Material, aber auch in die beteiligten Menschen konnten sich die Familien während der Freizeit auch im gegenseitigen Sichern üben.
Auch ein Besuch des Schlosses in Sigmaringen stand auf dem Programm. Für die Teilnehmer/-innen war es ein lehrreicher Ausflug durch die preußisch-habsburgische Geschichte unseres Landes. Viele waren erstaunt über den schon damals vorherrschenden technischen Standard und die Architektur des Schlosses.
An den letzten beiden Tagen führten wir kleine Wanderungen durch. Eine davon in die Petershöhle, eine Höhle, die schon zur Bronzezeit besiedelt war, was Keramikfunde belegen.
Insgesamt gab es während der Freizeit sehr intensive Gespräche über die unterschiedlichen Kulturen, das verlorene Vertrauen aufgrund der Situationen im Heimatland und die verlorene Sicherheit über ihre Zukunft.

Finanziert wurde die Freizeit über das Landesprogramm Stärke.
Begleitet wurde die Freizeit durch einen Gesellschafter der AWO Ludwigsburg, einen Mitarbeiter der Migrationsabteilung, zwei Student(inn)en der pädagogischen Hochschule und einen Dolmetscher.