ANKOMMEN IN DEUTSCHLAND: SOLIDARITÄT IST UNSERE STÄRKE!

Die Gründe, warum Menschen ihre Heimat verlassen, sind vielfältig: Krieg, Verfolgung, politische Unruhen. Sie werden zu Flüchtlingen, die alles hinter sich lassen und versuchen neu anzufangen. Bei uns suchen sie Schutz und eine Chance auf ein neues Leben.

Für eine gelungene Willkommenskultur in Ludwigsburg stehen wir Flüchtlingen während des Asylverfahrens und bei der Bewältigung des Alltags zur Seite: Unabhängig von Hautfarbe, Nationalität, Konfession oder Weltanschauung – das ist das Merkmal und der Grundsatz der AWO.
Unser Ziel ist es, den Menschen eine Perspektive (in Ludwigsburg) zu geben.

AN(GE)KOMMEN: ORIENTIERUNG, BEGLEITUNG UND UNTERSTÜTZUNG VON FLÜCHTLINGEN

Wir stehen Menschen, die hier Schutz suchen mit Kompetenz und Herz zur Seite.

Einzelberatung und -betreuung
Vornehmliche Aufgabe ist die persönliche Begleitung der Zuwanderer und die Hilfestellung beim Umgang mit Institutionen/Behörden.
Wir sind nah an den Menschen, dazu gehören auch Haus-besuche in den neuen Gemeinschaftsunterkünften und in den Wohnungen der Flüchtlingsfamilien.

Fragen der Aufnahme
Ein Fokus unserer Arbeit ist die Hilfe bei der Orientierung während des Aufenthalts für die Dauer des Verfahrens, d.h. Flüchtlinge werden durch uns mit der örtlichen Infrastruktur vertraut gemacht, Institutionen und Personen vorgestellt, so dass sie sich relativ schnell selbständig in der neuen Umgebung zurechtfinden können.
Darüber hinaus bieten wir den Flüchtlingen auch Verfahrensberatung und konkrete Hilfestellung bei asyl- und aufenthaltsrechtlichen Fragen an.
Die Arbeit unserer Flüchtlingssozialarbeiter beinhaltet ebenso die Unterstützung bei der Erstausstattung und in Behördenangelegenheiten, als auch die Beratung bzgl. der medizinischen Versorgung sowie die Begleitung bei Arztbesuchen.

Fragen des Aufenthalts
Ein großes Anliegen unserer Arbeit ist es, Flüchtlingen einen möglichst unproblematischen Aufenthalt zu gewährleisten, d.h. möglichst Konflikte im Zusammenleben zu vermeiden oder zu beheben und soziale Härten auszuschließen. Hierzu gehören Informationen, Beratung und Hilfestellung bei asyl-, aufenthalts- und sozialrechtlichen Fragen sowie die Beratung von Flüchtlingen beim Auftreten von Problemen im sozialen, psychischen, gesundheitlichen und persönlichen Bereich etc.
Eine weitere Aufgabe liegt in der integrativen Vorbereitung auf einen länger- oder unbefristeten Aufenthalt. Insbesondere die Förderung im sprachlichen und schulischen Bereich sowie die Hilfe bei der Arbeitssuche, Sport- und Freizeitangeboten sowie die Vertrautheit mit den gesellschaftlichen Werten wird hier als äußerst wichtig erachtet, insbesondere dann, wenn sich eine längerfristige Verweildauer abzeichnet. Dies muss geschehen, um eine jahrelange Entwöhnung von Eigenverantwortung zu verhindern und eine eventuell später folgende Eingliederung – sei es in Deutschland oder im Herkunftsland – zu erleichtern und ein Teil der Gemeinschaft werden zu können.

Fragen der Aufenthaltsbeendigung
Wir möchten Flüchtlingen, für die eine Rückkehr in Frage kommt, auch die Möglichkeiten der Rückkehrförderung aufzeigen, um persönliche Tragödien zu verhindern. Beratung zu den Fragen der Aufenthaltsbeendigung beinhaltet neben der Rückkehrberatung auch die Hilfestellung bei Weiterwanderungs- oder Rückkehrabsichten, die Informationsvermittlung zu Programmen der Rückkehrforderung sowie die Vermittlung von Kontakten zu sozialen Hilfs- und Menschenrechtsorganisationen in den Herkunftsländern bzw. den Drittstaaten.
Neben den sozialpädagogischen und formalen Hilfen der Flüchtlinge wird eine enge Netzwerksarbeit im Gemeinwesen in Ludwigsburg angestrebt.